Tageslosung von 25.06.2017
Josef tröstete seine Brüder und redete freundlich mit ihnen.
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.

Chorreise nach Prag 2016

Seit langer Zeit hatten wir uns alle darauf gefreut, nun können wir  von unserer Chorreise nach Prag 3.-8. Mai 2016 berichten. Die herrliche Stadt, die Kirchen und die fröhlichen Jugendchor-Gesichter, dies alles können wir hier zeigen. Die Bilder spiegeln auch die wunderbare Stimmung während dieser Tage wieder – wir alle sind glücklich und erfüllt von diesen Tagen.
 
 
Lest den Bericht von Isabel und Anna:
 
Isabel schrieb:
 
Unsere Reise beginnt um 7:50 Uhr am Hauptbahnhof in Lübeck. Noch etwas müde, aber dennoch vieler guter Dinge setzen wir uns in den Zug, der uns nach Büchen brachte. In Büchen angekommen holten sich einige einen Kaffee, um wach zu werden, doch dann ergab sich eine Schwierigkeit, der wir nicht unbedingt gewachsen waren: Ellas Schlafsack. Dieses schwarze Ungetüm entfesselte sich immer wieder, und bis wir ihn dann endlich mit Händen und Füßen eingeschnürt hatten, war unser nächster Zug auch schon da. Und nun begann eine 7sündige, lange, anstrengende, aber auch sehr lustige Fahrt nach „Praha hlavini nadrazi“. Wir saßen in der sog. 0. Klasse und hatten einen tollen Service, welcher uns „Eckhard Bürger Bienenstich“ brachte. Die Fahrt ging erstaunlich schnell und Marie holte uns am Bahnhof ab und brachte uns zum Kloster, wo wir unsere Sachen abluden. Nachdem wir kurz unsere Zimmer bezogen hatten, ging es gleich weiter in die Innenstadt. Dort gab es dann erstmal Pizza. Mit der Pizza in der Hand ging es zum Altstädter Ring, um einen ersten Eindruck von Prag zu bekommen. Wir sahen die astronomische Uhr und durften danach auch selber ein bisschen die Stadt erkunden. Als nächstes stand eine Oper im Puppentheater an. Dort hatten wir dann auch eine kurze Führung hinter die Kulissen, wo wir unter anderem auch Puppenspieler spielen durften. Auch die Oper war sehr lustig und interessant (Don Giovanni von Mozart). Nach der Oper hatten alle so schrecklich Durst, dass Dietmar, Susanne und Eckhard es nicht mehr mit ansehen wollten und kauften uns 12l Wasser.
 
Nach einem leckeren Frühstück und einem endlosen Tischdienst am Morgen des nächsten Tages probten wir so lange, bis wir keine Stimme mehr hatten, das war bis 12.00 Uhr. Susanne und Dietmar zauberten ein leckeres Mittagessen und danach hatten wir kurz Pause. Um 14.00 Uhr erwartete uns dann einen neue Herausforderung: Tschechisch. Allein dieses Wort ist fast schon ein Zungenbrecher. Nachdem diese Sprache halbwegs gelernt war, ging es zu unserem ersten kleinen Konzert in Prag. Wir sangen vor dem Rudolfinum und auf dem Altstädter Ring, warteten (zunächst vergeblich) auf Ruth und Clara und hatten etwas Freitzeit in der Stadt. Als Ruth und Clara und der Rest der Gruppe im Kloster angekommen waren, gab es auch schon bald Abendessen und der Tag war vorbei.
 
Der Donnerstag ging sehr verschlafen los, zumindest im 6er zimmer: 5 Minuten vor Aufbruch sind wir aufgewacht mit dem Wissen, dass alle schon quasi auf dem Weg zur Messe sind. Also saßen wir 20 min. später im Halbschlaf in einer kleinen gemütlichen Messe (in einer Seitenkapelle vom Veitsdom). Nach dem Frühstück stand wieder Proben auf dem Programm. Alle Lieder rauf und runter, hin und her, vor und zurück. Eckhard hätte uns im Schlaf wecken können und wir hätten den Ton getroffen. (J). Naja, es hat ja auch Spaß gemacht. Um 14.30 Uhr machten wir einen tollen Stadtrundgang, verteilten Flyer für unser Konzert am Abend und sangen dazu. Im Kloster hatten wir noch eine halbe Stunde, bevor wir die Generalprobe für das Konzert hatten. Nach dem gelungenen Konzert waren wir so eingesungen, dass wir viele Lieder sangen und man könne meinen, ganz Prag stimmte mit ein.
(eine Bemerkung von Eckhard Bürger: Das gemeinsame Laufen und ausgelassene Singen, insbesondere auf der Karlsbrücke bei Sonnenuntergang, gehörten zu den schönsten Augenblicken der Fahrt.)
 
Anna schrieb weiter:
 
Am Freitag fuhren wir nach dem Frühstück im Kloster in die Stadt und hatten dort ein wenig Zeit, uns in kleineren Gruppen nach schönen Souvenirs umzusehen. Als wir uns dann bei der Karlsbrücke wieder trafen, taten den meisten schon die Füße weh, doch wir mussten weiter. Nach einem kleinen Mittagessen in der Stadt (für die meisten wieder einmal Pizza) sahen wir uns das jüdische Viertel von Prag an. Mit den Straßen voller hoher Häuser, denen die vielen gewinkelten Gässchen von früher gewichen sind, wirkte das Viertel sehr eindrucksvoll. Wir besuchten mehrere Synagogen und den sehr alten jüdischen Friedhof, bevor wir uns von unserer Führerin verabschiedeten und ins Kloster zurückkehrten, um uns darauf vorzubereiten, in der Messe im Strahov-Kloster zu singen. Viele mochten unseren Gesang dort und wir bekamen viel Lob. Am Abend gingen wir noch in ein Restaurant (mal keine Pizza).
 
Am nächsten Tag hatten wir wieder ein volles Tagesprogram: Nach dem Frühstück gingen wir alle zusammen durch die Stadt zum Musikmuseum, das wir uns ansahen. Es gab dort viele bekannte aber auch unbekannte Instrumente zu sehen, die man sich auch teilweise anhören konnte. Wir durften aber auch auf einem Klavier spielen, das in der Eingangshalle stand. Zum Abschluss des Besuches sangen wir noch einmal im Museum „Ave Maria“, diesmal auswendig. Weiter ging es zu dem Restaurant, in dem wir Mittag essen wollten und natürlich gab es wieder Pizza. Danach ging es zur berühmten Bibliothek im Strahov-Kloster und dann wieder zurück ins Loreto-Kloster, wo wir ebenfalls in der Messe sangen, die der musikbegeisterter österreichische Priester für uns auch ins Deutsche übersetzte. Am Sonntag mussten wir alle noch ein wenig packen, bevor wir mit Gepäck durch die Stadt zum Bahnhof wanderten und mit dem leider überfüllten Zug nach Hause fuhren.
 
Auf der Rückfahrt dichtete ein Abteil noch schnell ein Lied, das wir später in Lübeck sangen, um Susanne und Dietmar dafür zu danken, dass sie mitgekommen waren und uns geholfen hatten. Den Abschluss dieser wunderbaren Reise bildete ein „Hebe Deine Augen auf…“ in der Bahnhofshalle. Vielen Dank an alle, die diese Reise möglich gemacht haben.