Tageslosung von 28.05.2018
So spricht der HERR: Ich habe dein Gebet gehört und deine Tränen gesehen. Siehe, ich will dich gesund machen.
Lazarus war krank. Da sandten die Schwestern zu Jesus und ließen ihm sagen: Herr, siehe, der, den du lieb hast, liegt krank.

Lübecker Bach-Chor am Samstag, den 17. März 2018 um 20.00 Uhr

Er wird gemeinsam mit den Lübecker Philharmonikern und den Solisten Miriam Meyer (Sopran), Fiorella Hincapié (Alt), Daniel Szeili (Tenor) und Taras Konoshchenko (Bass) musizieren, die Leitung hat Kirchenmusiker Eckhard Bürger. Der Eintritt beträgt € 25,- 18,- 10,- (ermäßigt: € 20,- 15,- 8,- zzgl. VVK-Gebühren), der Vorverkauf findet an den bekannten Stellen (Klassik-Kontor, Konzertkasse i. Hs. Hugendubel) sowie unter www.luebecker-bachchor.de statt.

Die Zeit der Passion in den Wochen vor Ostern ist in besonderer Weise dem Gedenken von Tod und Trauer gewidmet. Wir vergegenwärtigen uns die trauernde Mutter Maria, die ihren Sohn Jesus am Kreuz sterben sieht. In starker Weise nimmt der lateinische Text „Stabat mater dolorosa“ (Die mit Schmerzen beladene Mutter steht am Kreuz) aus dem späten Mittelalter dieses Gedenken und Empfinden auf. Immer wieder nahmen Komponisten diesen Text als Grundlage großartiger Kompositionen (Pergolesi, Vivaldi, Haydn, Penderecki). So widmete sich auch Antonín Dvořák diesem Text, denn er war seit 1874 als Organist an St. Adalbert in Prag im täglichen Kontakt mit der Kirchenmusik. In zwei Schaffensphasen in den Jahren 1876 und 1877 widmete er sich der Komposition und Instrumentation dieses Werkes. Seine enge persönliche Verbindung zu diesem Text und die eigene, sehr innige Frömmigkeit wurden ausschlaggebend für die Entstehung des ersten großen kirchenmusikalischen Werkes von Antonín Dvořák: Er verlor innerhalb nur zweier Jahre seine 3 Kinder durch frühen Tod. So ergreifen uns diese 10 Sätze auch ganz unmittelbar. Die variable Aufteilung des Textes auf Chor und Solisten und die Farbigkeit des großen sinfonischen Orchesters charakterisieren dieses Werk. Das musikalische Material des ersten Satzes kehrt in der letzten Nummer wieder und bildet so einen charakteristischen Rahmen für das etwa 90 Minuten dauernde Werk. Es sollte mit der Uraufführung in Prag (1880) und insbesondere mit den Konzerten in London (1883 und 1884) den internationalen Durchbruch für Antonín Dvořák begründen.