Tageslosung von 21.08.2018
Der HERR, unser Gott, verlasse uns nicht und ziehe die Hand nicht ab von uns.
Die Jünger zogen aus und predigten an allen Orten. Und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch die mitfolgenden Zeichen.

Geistliches Konzert in St. Aegidien am 25. Mai 19:30 Uhr

 

100 Jahre nach der Reformation erlebte die Kirchenmusik eine erste große Blütezeit. Im Oktober 1617 feierte man im ganzen evangelischen Deutschland das Jahrhundertfest des Thesenanschlags von Martin Luther. Der sächsische Hof in Dresden (damals noch lutherisch) beging dieses Jubiläum mit einer dreitägigen Jubelfeier. Dabei kamen zahlreiche mehrchörige Werke vom Dresdner Hofkapellmeister Heinrich Schütz zur Aufführung. 1619 erschienen seine „Psalmen Davids“ dann im Druck. Schütz, der „Vater“ der deutschen protestantischen Kirchenmusik weilte zweimal zu Studienaufenthalten in Venedig, um bei den damals modernsten Komponisten Giovanni Gabrieli und Claudio Monteverdi die neuesten italienischen Entwicklungen in der Monodie, der Polyphonie, der Mehrchörigkeit und der Madrigalvertonung kennen zu lernen. Im Konzert werden vier Psalmvertonungen erklingen, die eindrucksvoll davon Zeugnis geben, wie Schütz das in Italien Erlernte mit deutschen Traditionen zu verbinden wusste.

Claudio Monteverdis "Selva morale et spirituale" erschienen 1641 im Druck, herausgegeben nach fast 30 Jahren im Amt des Kapellmeisters an San Marco in Venedig. Monteverdi hatte dort nicht nur ein fabelhaftes, sondern auch ein großes Ensemble zu Verfügung (zuletzt allein rund 35 Sänger!). Die Mischung aus solistischen Abschnitten und wuchtigen Tuttis macht viel der Wirkung dieser Musik aus.

Johann Ludwig Bach wurde 1677 in Thal bei Eisenach geboren. Als Hofkapellmeister in Meiningen hat er die kirchliche und weltliche Barockmusik in der Residenz Meiningen entscheidend geprägt. Dass zwei Messen und noch 24 Kantaten überliefert sind, ist Johann Sebastian Bach zu verdanken. Dieser führte 1726 in Leipzig achtzehn Kantaten seines Meininger Vetters auf.

Das Zwerenberger Vokalensemble, 1983 von seinem künstlerischen Leiter Ulrich Seeger gegründet, hat sich in den 35 Jahren seines Bestehens weit über seine Heimatregion im Nordschwarzwald einen Namen gemacht. Insbesondere die Breite des Repertoires von Werken des Frühbarocks mit Originalinstrumenten bis hin zu den großen sinfonischen Oratorien und Messen des 19. und 20. Jahrhunderts sorgte immer wieder für einen großen Anklang beim Publikum. Konzertreisen führten das Vokalensemble in die Toskana, nach Barcelona, Madrid, Istanbul, Venedig und Salzburg.

Eintritt: 12 € (ermäßigt 8 €)