Tageslosung von 19.12.2018
Das Zeugnis des HERRN ist gewiss und macht die Unverständigen weise.
Wer seine Gebote hält, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Und daran erkennen wir, dass er in uns bleibt: an dem Geist, den er uns gegeben hat.

Musik in St. Aegidien

Die Kleinste der Lübecker Innenstadtkirchen pflegt ein ganz eigenes Profil ihrer Kirchenmusik im Konzert unter den sieben Türmen, denn seit mehreren Jahrzehnten ist an dieser Kirche eine reiche Chortradition beheimatet. Nicht nur der renommierte Lübecker Bach-Chor, sondern auch die mehr als 100 Kinder und Jugendlichen in den Kurrenden und dem Jugendchor prägen das musikalische Leben an dieser Kirche. Die hervorragende Akustik und die Ausstattung der Kirche mit dem festen Chorpodest, mehreren Instrumenten und mit dem sogenannten „Singechor“ von 1587, dem letzten großen Lettner als Ort für musikalische Ausübung in Lübeck, bieten sehr gute Voraussetzungen. An der Westwand prangt einer der schönsten Orgelprospekte in Norddeutschland, 1625 geschaffen für das Instrument von Hans Scherer (dem Jüngeren). Das heutige Werk baute die Firma Johannes Klais (Bonn, 1982), die sichtbaren Pfeifen im Prospekt stammen noch aus dem Jahre 1714. 

 

Aktuelle Konzerte

 2. Dezember Jugendchor

Jugendchor singt Bach

Der Jugendchor an St. Aegidien führt im Gottesdienst am ersten Advent Kantatensätze von Johann Sebastian Bach auf. Unter der Leitung von Kirchenmusiker Eckhard Bürger erklingen Chöre aus den Kantaten „Himmelskönig, sei willkommen“ und „Schwingt freudig euch empor“. Ein Kammerorchester auf historischen Instrumenten begleitet die 25 Jugendlichen, die Predigt hält Pastor Thomas Baltrock.



weiora

 

das Weihnachtsoratorium
(Kantaten 1 – 3)


von Johann Sebastian Bach in St. Aegidien zu Lübeck,


Sonntag, 16. Dezember 2018 um 16.00 Uhr und 19.30 Uhr

Der Lübecker Bach-Chor führt das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach auf. In den beiden Konzerten am dritten Adventssonntag, dem 16. Dezember 2018 um 16.00 und 19.30 Uhr erklingen die Kantaten 1 - 3 des Leipziger Thomaskantors. Die Mitglieder des Orchesters werden auf historischen Instrumenten ‚den Ton angeben‘. Außerdem werden die Konzerte ein Fest unseres musikalischen Nachwuchses sein, denn es wirken der Jugendchor sowie die mittlere und die große Kurrende an St. Aegidien mit. Als Solisten konnten Friederike Holzhausen (Sopran), Susanne Krumbiegel (Alt), Tobias Hunger (Tenor) und Yannick Debus (Bass) gewonnen werden, die musikalische Leitung hat Kirchenmusiker Eckhard Bürger.Karten zu € 25,- 19,- 10,- (ermäßigt: € 19,- 14,- 8,-) zzgl. VVK-Gebühren gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen und unter www.luebecker-bachchor.de.Der Eingangschor des Kantatenzyklus von Johann Sebastian Bach aus dem Jahre 1734 stellt ohne Frage eines der bekanntesten und schönsten Stücke dar. Es ist kein Wunder, wenn er für viele Menschen unserer Tage in der Adventszeit nicht fehlen darf, denn kein Musiker oder Zuhörer kann sich dem Schwung des „Jauchzet, frohlocket…“ entziehen. Dann beginnt die Erzählung des Evangelisten Lukas, die mit dem Bild der Krippe zunächst abgeschlossen wird. Der Textdichter reflektiert danach in drei Stücken die Hinwendung Gottes in dieser Niedrigkeit der Welt: „Er ist auf Erden kommen arm“, der Choral - von den Kurrende-Kindern vorgetragen im Wechsel mit dem Bass-Solisten -, in der Trompetenarie „Großer Herr, o starker König“ und im Schlusssatz „Ach mein herzliebes Jesulein“.Die zweite Kantate erhält ihr stilles Gepräge durch die vier Oboen, die im Wechsel mit den Streichern und Flöten in der großartigen Sinfonia die Szenerie der Hirten symbolisieren. Der Engel Gottes erscheint den Hirten, und der Bass-Solist spannt mit seinem Rückgriff auf das Alte Testament („Was Gott dem Abraham verheißen“) einen großen weltgeschichtlichen Bogen. Tenor und Alt stehen bei den Arien „Frohe Hirten, eilt“ und „Schlafe, mein Liebster“ im Mittelpunkt bevor der Chor die himmlische Wucht der Engel im groß angelegten „Ehre sei Gott in der Höhe“ darstellt. Der Schlusschor bringt wieder die Innigkeit der Sinfonia zurück und nimmt selbst in der Taktart Bezug auf den Beginn der zweiten Kantate.Die 3. Kantate wird wieder mit Trompeten umrahmt: „Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen“, und schafft so auch den inneren Bogen zur ersten Kantate. Die Hirten machen sich nun schnell auf den Weg nach Bethlehem, und Sopran und Bass reflektieren Gottes Erbarmen, das uns tröstet und frei macht - welch große Möglichkeit für uns in der Enge des Alltages! Die Alt-Arie „Schließe mein Herze“ (Solo-Violine) gehört zu den innigsten und schönsten aus dem gesamten Weihnachtsoratorium. Der Chor nimmt auch hier wieder mit den sehr fein geführten Chorälen eine besondere Stellung der ruhigen Reflektion und Annahme des Gehörten ein: „Dies hat er alles uns getan“.